Mieten oder kaufen 2026: Was lohnt sich wirklich mehr?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Beide Optionen haben klare Vor- und Nachteile. Wir zeigen dir die entscheidenden Faktoren und wann welche Option besser ist.
Die entscheidenden Faktoren
Die Entscheidung Mieten vs. Kaufen hängt hauptsächlich von drei Faktoren ab: dem Preis-Miete-Verhältnis, deiner geplanten Wohndauer und deinem verfügbaren Eigenkapital.
Der Kaufpreisfaktor – die wichtigste Kennzahl
Der Kaufpreisfaktor (Kaufpreis / Jahreskaltmiete) zeigt ob eine Immobilie günstig oder teuer bewertet ist:
| Kaufpreisfaktor | Bewertung | Typische Lagen |
|---|---|---|
| unter 20 | Günstig – Kaufen attraktiv | Ländliche Regionen, ostdeutsche Städte |
| 20–25 | Fair bewertet | B-Städte: Leipzig, Dresden, Erfurt |
| 25–30 | Teuer – kritisch prüfen | Mittelgroße Städte |
| über 30 | Sehr teuer – Mieten oft besser | München, Hamburg, Berlin, Frankfurt |
Beispiel München: 80m² Wohnung kostet 800.000 € (Kaufpreis) bei 2.000 € Kaltmiete/Monat = 24.000 €/Jahr. Faktor: 33. Finanziell spricht vieles fürs Mieten.
Beispiel Leipzig: 80m² kostet 250.000 € bei 900 € Kaltmiete/Monat = 10.800 €/Jahr. Faktor: 23. Kaufen ist hier deutlich attraktiver.
Vor- und Nachteile im Vergleich
Wann lohnt sich kaufen?
- Kaufpreisfaktor unter 25
- Du planst mindestens 8–10 Jahre zu bleiben
- Du hast 20–30% Eigenkapital plus Nebenkosten
- Dein Einkommen ist stabil und sicher
- Die Monatsrate liegt unter 35% deines Nettoeinkommens
Die unterschätzte Alternative: Mieten + ETF-Sparplan
Wer in einer teuren Stadt mit Faktor 35+ wohnt, fährt oft besser wenn er das Eigenkapital in ETFs investiert statt in eine teure Immobilie. Die gesparte Differenz zwischen Kauf- und Mietkosten monatlich in ETFs angelegt kann langfristig mehr Rendite bringen als die Immobilie.
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